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Das brot von Altamura

Vertiefung:

Historische hinweise
Traditionelle verarbeitung
Traditionelle forme
DOP benennung

Traditionelle Laibe des Altamura Brotes

1.

U Sckuanète (der übereinandergelegte Laib)

Der verbreiteste Laib. Traditionsgemäß wurde zu Hause geknetet und danach zum öffentlichen Bäkereiladen gebracht, wo der Bäcker die endgültige Forme gab, den Brot mit den Anfangsbuchstabe des Familienoberhauptes brandmarkte, und das Brot einschob. Nach einer Stunde öffnete er den Ofen, um die Kruste knusprig zu machen. Nach dem Backen ließ er das Brot über Holzflächen erkalten, und später brachte das Brot von Haus zu Haus. Der Lohn des Bäkers war ein Teigstück von 300 Gr., u cecì genannt. Heute wird der übereinandergelegte Brot von Altamura Bäcker gemacht, in Holzofen gebacken und verkauft.

 

2.

U puène muèdde ( der weiche Laib oder Bauersbrot)

Dies Brot wurde für Bauer und Schäfer gemacht, die es während ihres Aufenthalt im Land (15 Tagen) aßen. Das Kneten, das Teigaufmachen und das Backen waren gleich deren für den übereinanderegelegten Brot benutzt. Heute wird, dank der modernen Technologie, anstatt eines mittelmäßigen Durumweizenmehles, den doppelt gemahlenen Durumweizengrieß benutzt. Diese Rohstoffe gibt dem Brot die strohgelbe Farbe, statt traditionellen bernsteinfarben.

 

 

3.

U peccelatidde (der Bockslaib)

Dies Brot wurde zubereitet und gegessen, während u sckuanète gebackt wurde. Der Name kommt aus dem Bedürfniss den Bock der Kindern zu stillen.

 

 

4.

U puène a ‘mmenza stufe (der gebachene in dem Heizofen Laib)

Es war ein spezielles Brot, für die wohlhabenden Familien der Stadt und für besondere Gelegenheiten, wie die Ehe.
Der benutzte Durumweizengrieß war sehr wertvoll (zum Beispiel „Senatore Cappelli").

 

 

5.

U cuappidde de prèvete (der Priesterhutlaib)

Ein Brot mit weniger Krume. Man erhielt aus den Teigstücke, von Hausfrauen dem Bäcker-Träger (u caresceapène) als Lohn gegeben.

6.

La panèdde de Sand‘Andonje ( der Heilige Antonius Laib)

Votivbrot, für Sankt Antoniustag aus Padua (13 Juni), Sankt Josephtag (19 März), Sankt Annatag, die Schützheilige der Bäcker (26 Juli), zubereitet. Es wurde bei kleinen Altäre in Privathäuser gesegnet, und den Gläubigen gegeben. Heute der Heilige Antonius Laib wird auch für Sankt Ritatag, bei Sankt Augustinkirche und für „Madonnna del Buoncammino", bei Ihre Wallfahrtkirche zubereitet.

 

7.

La fecazzèdde de la Maculète ( der Unbefleckte Jungfrau Maria Laib)

Brot für den Unbefleckten Jungfrau Mariatag (8 Dezember). In der Vergangenheit war es das einzige Nahrungsmittel, das man in dem Vortag des Festes (7 Dezember), nach dem Glockenschlag der Domkirche um zwölf Uhr essen konnte.